Wie du deine Ängste in den Griff bekommst?

Diese Übung hilft wirklich
Wie du deine Ängste in den Griff bekommst? Diese Übung hilft wirklich
Veränderst du manche Dinge im Job erst gar nicht, weil du Angst davor hast, dass du scheitern könntest? Dass etwas nicht so funktionieren könnte, wie du es von dir selbst erwartest?

Oder startest du beruflich nicht neu durch, weil du Angst davor hast dich zu blamieren? Weil dein Plan nicht aufgehen könnte und du, in deiner Vorstellung, als Looser abgestempelt werden könntest?

Solche Ängste können zu richtigen Energiefressern werden. Zu schwarzen Löchern, die deine Aktivität und deine Lebensfreude absaugen. Die dein Selbstvertrauen still und heimlich schrumpfen lassen und dich sabotieren.

Ich kenne solche Ängste natürlich auch von mir selbst. Jetzt hab ich aber endlich eine Übung entdeckt, die wirklich hilfreich ist. Sie bringt ganz rasch neue Perspektiven, macht dich wieder handlungsfähig und gibt dir dein verlorenes Selbstvertrauen zurück.

Versuch’s doch gleich mal selbst…

Die Übung, die ich dir vorstellen möchte, habe ich in einem der Bücher von Tim Ferriss mit dem Titel “The 4-Hour Work Week”* kennengelernt.

Sie nennt sich “fear setting”-Übung und ist der Gegenentwurf zur “goal setting”-Übung. Anstatt dich ausschließlich mit deinen Zielen zu beschäftigen und damit vielleicht mögliche Ängste zu überlagern, siehst du mit dieser Übung zunächst einmal deinen Ängsten ins Auge.

Tim Ferriss geht davon aus, dass es in manchen Situationen wichtiger sein kann, sich mit seinen Ängsten auseinanderzusetzen, anstatt sich nur mit der Zieldefinition zu beschäftigen.

Die Übung bedarf keiner großen Vorbereitung. Nimm dir einfach 60 Minuten Zeit für dich. Ich erklär dir gleich wie’s geht…

Auf geht’s!

FEAR SETTING ÜBUNG

1.) Vorbereitung

Nimm 3 A4-Zettel und einen Stift zur Hand.

Um deine Gedanken klarer zu bekommen, bringst du sie jetzt zu Papier und stoppst somit den wirren Gedankenkreisel in deinem Kopf und die negative Gefühlsspirale in deinem Bauch.

2.) Blatt 1

Für den ersten Schritt nimmst du ein Blatt Papier und teils es in 3 Spalten. Über die erste Spalte schreibst du “definieren” über die zweite “vorbeugen” und über der dritten Spalte notierst du “reparieren”.

Was hat es damit jetzt auf sich?
Definieren bedeutet, dass du deine Angst bzw. deine Ängste benennst. Du schreibst sie auf und notierst, was im schlimmsten Fall passieren kann.

In die Spalte “vorbeugen” kommen alle Gedanken, die in deinem Kopf auftauchen, wenn es darum geht, deinen Albtraum (das Eintreten deiner Ängste) zu verhindern.

Bei “reparieren” beantwortest du die Frage “Was kann ich tun, wenn mein jeweiliges Angst-Szenario tatsächlich eingetreten ist?„.

Hier ein Beispiel:

definierenvorbeugenreparieren

Ich habe Angst davor, mit meinem Business sichtbar zu werden.

Ich könnte damit scheitern und meine Existenz gefährden.

Ich reduziere meine aktuelle Anstellung zeitlich nur zum Teil und habe somit weiterhin eine sichere Einnahme-Quelle.Auch wenn ich meine Anstellung aufgebe und mich selbstständig mache, kann ich jederzeit wieder eine neue Anstellung suchen.

3.) Blatt 2

Auf der zweiten A4-Seite notierst du jetzt die Überschrift “Chancen, die eintreten können, wenn ich es wage”.

Was ist damit gemeint? Wenn wir Angst verspüren, kreisen unsere Gedanken meist nur um diese Angst und verhindern, dass wir in Möglichkeiten denken. Um dem ein Ende zu setzen, nimm dir jetzt die Zeit und beantworte folgende Fragen:

  • Was kann positives passieren, wenn ich es trotz meiner Angst/meiner Ängste versuche, es teilweise oder sogar zur Gänze gelingt?
  • Welche Vorteile können für mich entstehen?
  • Was kann ich lernen?

Du hast vielleicht die Chance neue positive Erfahrungen zu machen, weil du eventuell gerade jetzt mal andere, positive Reaktionen im Außen erntest. Du lernst dich von einer anderen Seite kennen, gewinnst an Stärke und Selbstvertrauen. Und kannst die negativen Erfahrungen aus deiner Vergangenheit vielleicht endlich hinter dir lassen.

4.) Blatt 3

Im nächsten Schritt nimmst du das letzte leere Blatt und versiehst es mit der Überschrift: Was kostet es mich, wenn ich es aufgrund meiner Angst nicht versuche?

Unter diese Überschrift setzt du wieder 3 Spalten. Über die erste Spalte schreibst du 6 Monate, über die zweite, 1 Jahr und über der letzten Spalte notierst du 3 Jahre.

Was entgeht dir oder verlierst du, in den nächsten 6, 12 oder 36 Monaten, wenn du aufgrund deiner Angst/deiner Ängste nicht in die Gänge kommst?

Nimm dir auch für diese Frage ausreichend Zeit und versetz dich gut in deine Situation hinein. Was gibst du aufgrund deiner Ängste auf? Worauf verzichtest du in deinem Leben, nur um deiner Angst auszuweichen?

Die beiden Blätter davor brachten für mich schon ziemliche Aha-Erlebnisse, aber gerade diese Frage auf Blatt 3 bescherte mir den großen Durchbruch.

Auch in drei Jahren noch

  • unter meinen Ängsten zu leiden,
  • mein Potential daher nicht voll zu nutzen,
  • meine Beziehung dadurch zu belasten,
  • meine berufliche Vision noch immer nicht zu leben und
  • daher immer noch dieselbe Unzufriedenheit zu verspüren…

Das war ein Preis, den ich in meinem Fall nicht zahlen wollte.

Die Angst davor, dass mich heute Leute auslachen, hinter meinem Rücken schlecht reden oder nicht mehr mit mir arbeiten wollen, wog auf einmal viel weniger schwer, als die Tatsache was ich alles verlieren könnte, wenn ich mein Vorhaben aufgrund meiner Angst nicht umsetzen würde.

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Alles was du willst, ist auf der anderen Seite deiner Angst.

Wir können unsere Komfortzone nicht erweitern und unseren selbst gezogenen Rahmen nicht sprengen, wenn wir uns unseren Ängsten nicht stellen.

Und allzu oft merken wir erst dann, dass sie nur in unseren Köpfen existent waren.

Gemeinsam zum neuen Rahmen . neuen Ich . neuen Job

♥-lich

Manuela

PS: du benötigst Hilfe bei der Umsetzung der Übung? Melde dich sehr gerne bei mir!

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