Dein Job - ein schlechter Film in dem du dich gefangen fühlst?

Wie du dich befreien kannst
Dein Job – ein schlechter Film in dem du dich gefangen fühlst? Wie du dich befreien kannst

Dein Job ist momentan mehr zwischenmenschlicher Albtraum, als kreativer Arbeitsraum?

Dein Vorgesetzter übt großen Druck auf dich aus, den du selbst bei jeder Gelegenheit auch an andere weitergibst? Gleichzeitig fühlst du dich furchtbar machtlos und ausgeliefert?

Deine Kollegen stellen hohe Erwartungen an dich? Ständig sollst du Lösungen liefern und Antworten parat haben? Fehler zu machen ist dabei ein No-Go?

Oder macht es dich wahnsinnig im Job nicht voranzukommen und laufend den verbalen Attacken und Intrigen anderer ausgesetzt zu sein?

Egal in welcher Lage du dich befindest - du kannst dich daraus befreien.

Firma ist Beziehung

Und Beziehung oft ein Drama (in mehreren Szenen).

Dabei willst du eigentlich nur eines – ein gutes Auskommen mit deinem Chef und deinen Kollegen. Harmonie und Freude bei der Arbeit an gemeinsamen Zielen.

Aber warum scheint dieser Zustand oft in weiter Ferne?

Indem wir permanent Ausschau nach Harmonie und Freude halten, sind wir gleichzeitig bestrebt Konflikte zu vermeiden und persönliche Ängste zu verdrängen. Damit uns das gelingt, nehmen wir unbewusst unterschiedliche Rollen ein.

Und dabei legen wir uns nicht auf eine Rolle fest, sondern switchen bei Bedarf elegant von einer zur nächsten. Häufig spielen wir jedoch jene, die wir in unserer Kindheit am intensivsten gelernt haben.

Die Rollen

Verfolger – Opfer – Retter

Laut dem Psychologen Dr. Stephen Karpman stehen uns drei Rollen zur Auswahl:
der Verfolger, das Opfer und der Retter.

Keine der Rollen ist dabei besser oder schlechter. Denn jeder der mitspielt – egal in welcher Rolle – hat von Anfang an bereits verloren.

 

Der Verfolger

Der Verfolger scheint der vermeintlich Mächtige des Spiels zu sein. Er klagt an, hetzt auf, droht und kontrolliert. Er ist derjenige, der andere zu Opfern macht.
Er hat eher cholerische Züge und mag es gar nicht, wenn die Dinge nicht nach seinen Vorstellungen laufen. 

Sein Muster:
Der Verfolger überdeckt mögliche Ängste und Scham durch seine aufbrausende Art und sein Machtgehabe. Er “herrscht” über andere und zieht daraus jene Selbstbestätigung, die er früher von anderen nicht bekommen hat.

  

Das Opfer

Das Opfer ist der vermeintlich Schwache im Spiel. Ihm werden Dinge (meist vom Verfolger) vorgeworfen. Dem Opfer wird oftmals das Gefühl vermittelt, dass es nicht der Richtige für den Job ist. Was keiner merkt – das Opfer zieht auch einen Nutzen aus seiner Ohnmacht, Hilf- und Machtlosigkeit.  

Sein Muster:
Als Opfer erhält man viel der unbewusst gewünschten Aufmerksamkeit, die man vielleicht in Kindheitstagen vermisst hat. Gleichzeitig ist es in der Opferrolle äußerst angenehm weder die Verantwortung noch die Konsequenzen des eigenen Handelns tragen zu müssen. Denn als Opfer kann man wunderbar den anderen oder den Umständen die Schuld geben.

 

Der Retter

Der Retter scheint der vermeintlich Ehrenhaften des Spiels zu sein. Der stillschweigende oder auch laut hörbare Hilferuf des Opfers, lässt den Retter zur Höchstform auflaufen. Der Retter ist am glücklichsten, wenn er das tun kann, was er am besten kann: helfen, schlichten und sich beweisen. Und manchmal dabei auch andere klein machen, nur um selber besser dazustehen. Was er nicht leiden kann – wenn andere seine Mühen nicht sehen.  

Sein Muster:
Der Retter stillt durch sein Handeln die Gier nach Anerkennung und Aufmerksamkeit. Dabei meidet er aber eher das direkte Rampenlicht und macht dies gern aus zweiter Reihe. Umso mehr schätzt er es, wenn andere die Werbetrommel für ihn rühren und aufgrund seiner Heldentaten Lobeshymnen über ihn verbreiten.

 

Ungesunde Beziehungen

In welcher Rolle findest du dich am ehesten wieder? Welchen Part spielst du am öftesten?
Ist dir überhaupt schon aufgefallen, dass du Teil eines Spiels bist? Oder bemerkst du es bisher nur daran, dass du unter den dadurch entstandenen, ungesunden Beziehungsstrukturen leidest?

Das Spiel ist auch nicht leicht zu durchschauen.

Wir teilen anderen unbewusst Rollen zu und übernehmen jene, die wir von anderen zugewiesen bekommen. Fließend und routiniert erschaffen wir dadurch unsere ungesunden Beziehungen. Jene Beziehungen die den schlechten Film erst entstehen lassen, von dem wir uns so dringend befreien wollen.

Denn unser wahres Ich will keine Rolle spielen, sondern das echte Leben leben.

Steig aus – Sei du selbst!

Spiel nicht länger mit. Lebe lieber die wahre Rolle deines Lebens.

Dafür ist es wichtig, dass du mehr Bewusstheit in deine herausfordernden Situationen holst. Finde heraus, welche Muster sich hinter deinem Rollenspiel verbergen.

Du kannst dafür die folgenden Fragen verwenden:

  • Welche Rolle spielst du am häufigsten?
  • Welche Mitspieler erkennst du?
  • Welche Rolle hast du als Kind intensiv gelernt?
  • Was versuchst du damit zu umgehen/zu erreichen?
  • Wie fühlst du dich dabei?

Erst wenn für dich klar ist, aus welchem Grund du das Spiel und deine häufigste Rolle einnimmst, kannst du aussteigen.

Befreie dich!

Bleib dafür konsequent bei dir!

Wenn du Rollen spielst, richtest du deine Aufmerksamkeit automatisch nach außen.

Wenn du dich befreien willst, ist daher das oberste Gebot, den anderen das Film-Set zu überlassen. Achte dafür genau darauf, welche Angelegenheiten wirklich deine sind. Und wo du durch das Einnehmen einer Rolle etwas zu vermeiden oder umgehen versuchst.

Spielst du das Opfer?
Dann übernimm schleunigst Verantwortung für dich und dein Tun und biete dem Verfolger nicht den Text, den er als Antwort auf seine Rolle sucht.

Mimst du gern den Retter?
Wenn du dich dabei ertappst, wie du dich auf dein weißes Ross schwingst, um anderen zu Hilfe zu eilen, stoppe sofort. Gib die Verantwortung in der Sekunde zurück und vertraue darauf, dass jeder seine Herausforderung selbst lösen kann. Du kannst dir selbst ausreichend Aufmerksamkeit und Selbstwert schenken.

Als Verfolger für den Oskar nominiert?
Lerne dir Wertschätzung zuteil werden zu lassen, ohne dass du andere dafür zur Schnecke machst. Gib auch anderen konstruktives Feedback und Lob, wo du bisher nur Kritik und Mißgunst gesät hast. Du bist in der Lage mit deinen Ängsten in erwachsener Art und Weise umzugehen.

Indem du das Schauspiel genau unter die Lupe nimmst und konsequent bei dir bleibst, hast du die Möglichkeit deinem schlechten Film zu entkommen.
 

Schreib das Drehbuch neu

Sobald du von deiner Rolle abweichst, verändert sich das Drehbuch und somit auch unweigerlich das Verhalten und der Text deiner Kollegen. Denn die anderen brauchen dich für ihre Rolle und werden bemerken, dass du dich aus dem Abhängigkeitsverhältnis rausnimmst.

Sie werden vermutlich versuchen dich zu halten.
Sie brauchen dich für ihre Rolle.

Bleib standhaft – denn letztendlich profitierst nicht nur du, sondern auch deine Kollegen. Es ist ein Befreiungsschlag durch den alle Mitspieler die Möglichkeit bekommen, sich ebenfalls zu entrollen und ihr wahres Ich zu leben.

Denn nur wenn jeder bei sich ist, können aufrichtige Beziehungen und somit ein Umfeld entstehen, in dem man gerne gemeinsam arbeitet.

Welche Filmgenre hält dein Job gerade für dich parat? Eher heitere Komödie oder Horrorfilm? Und welche Rolle spielst du darin und weshalb? Kontaktiere mich gerne, wenn du mehr Klarheit haben möchtest und neue Ideen für deine Veränderung brauchst.

Mit deiner wahren Rolle zum neuen Rahmen . neuen Ich

♥-lich

Manuela

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